Wednesday, December 12, 2007

Zur Zeit produzieren wir dermassen viel neue und spannende Projekte, dass ich es leider nicht mehr schaffe, auch nur annähernd "real time" in diesem Blog zu posten (hat sich ja im letzten posting schon angedeutet ;-).

Wir werden in wenigen Tagen unsere neue BeeTagg Website launchen. Diese wird als Schwerpunkt den Bereich "News" haben, also aktuell über spannende neue BeeTagg Projekte berichten.

Wir werden also zukünftig die ganzen News rund um das Thema Mobile Tagging mit BeeTagg auf der Website konsolidieren und den Blog vorerst nicht mehr nutzen.

Das passt auch ganz gut zur Entwicklung unserer Firma, weg von der eher lockeren Unternehmenskommunikation einer "Start Up"-Firma hin zu umfassender und "normaler" UK über die üblichen Kanäle. BeeTagg hat sich mittlerweile etabliert und es kommen fast täglich neue spannende Projekte zustande. Also bitte weiterhin bei uns vorbeischauen, es lohnt sich: www.beetagg.com.

ps: Wir werden in Kürze auch auf der Website die News als RSS anbieten 

12/12/2007 5:07:37 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #    Disclaimer  |  Comments [0]  | 
 Wednesday, June 06, 2007

Der Schweizer Verband der Telekommunikation (ASUT) wurde 1974 als politisch neutraler Verband der Telekommunikationsbenützer gegründet. Durch die 2006 beschlossene Fusion mit SICTA wurden auch die Fernmeldedienstanbieter und Operator in die asut integriert. Der Verband repräsentiert nunmehr die gesamte Telekommunikationsbranche und sämtliche Wirtschaftzweige sind in ihm vertreten.

In der aktuellen Ausgabe der Verband-Zeitschrift ist auch ein umfassender Artikel über Mobile Tagging enthalten, hier gibt es das Inhaltsverzeichnis.

 

6/6/2007 2:49:05 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Disclaimer  |  Comments [4]  | 
 Thursday, May 24, 2007

Brandneu aus unserer Entwicklungsabteilung kommen sogenannte 3D-BeeTaggs, also Codes, die Informationen auch in einer 3. Dimension (nämlich der Farbe eines Moduls) speichern können. Damit wird es möglich die heutigen Kapazitäten in extremem Masse auszuweiten.

Das einizig unschöne daran ist, dass der BeeTagg bereits heute eine derartig grosse Menge an Ressourcen adressieren kann, dass wir die zusätzliche Kapazität voraussichtlich nie brauchen werden ;-)

Aber schön sind die Codes allemal, und auf besonderen Wunsch auch bereits für reale Projekte verfügbar.

Man muss es ja nicht gleich so bunt treiben wie in diesem Beispiel:

 

5/24/2007 1:44:24 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Disclaimer  |  Comments [3]  | 
 Tuesday, March 20, 2007

Seit kurzem gibt es ein selbsternanntes Mobile Codes Consortium, welches vorgibt, sich um eine einheitliche Linie im Mobile Tagging zu bemühen.

Ich möchte die wirklichen Interessen dieser Veranstaltung hier nicht kommentieren, dass haben andere schon zur genüge getan.

 

Was aber wirklich interessant ist, ist das Guidlines-Dokument, welches dieses Consortium kürzlich veröffentlicht hat. Wenn man alle darin enthaltenen Forderungen wirklich ernst nimmt, dann muss man zwangsläufig zum Resultat gelangen, dass lediglich der BeeTagg als universeller Code brauchbar ist!

 

Hier die Anforderungen im Detail:

 

  • "Web hyperlinks have visual information, data and behaviours associated with them. Visual information makes hyperlinks understandable to users."

    Der einzige 2D Code, der visuelle Informationen enthält, ist der BeeTagg. Ein BeeTagg kann sowohl Logos, Icons oder beliebige andere visuelle Elemente enthalten. Er ist damit für den User genauso einfach und intuitiv verständlich wie beispielsweise ein Icon einer Windows Benutzeroberfläche. Herkömmliche Codes wie beispielsweise der QR Code oder der Data Matrix können diesen Punkt nicht erfüllen. Der "Standard" sieht diese Möglichkeit nicht vor.

  • "It is essential not to confuse users, who need to recognise links to mobile content and services clearly. Equally, users need to know which symbols are not mobile hyperlinks-"

    Dies ist wohl mit das grösste Problem mit den herkömmlichen 2D Codes. Sie werden für alles mögliche gebraucht, als Briefmarke, als Ticket, als Produktkennzeichnung usw., aber eben nicht als Mobile Hyperlinks! Der Nutzer hat praktisch keine Chance diese verschiedenen Anwendungsformen zu unterscheiden. Dies geht nur, wenn ein eindeutig erkennbarer Code für Hyperlinks verwendet wird. Der Code mit dem grössten Wiedererkennungswert ist der BeeTagg.

  • "Aesthetics. Symbologies differ in their look-and-feel. Marketing organizations will not adopt symbols they consider to be ugly."

    Ich denke, diesen Punkt muss man nicht kommentieren. Herkömmliche Standard Barcodes sind nicht dafür gemacht, gut auszusehen. Sie sind ausnahmslos "hässlich", im wahrsten Sinne. Der BeeTagg ist speziell dafür entwickelt in der Marketing-Kommunikation eingesetzt zu werden und kann durch die Gestaltungsmöglichkeiten äusserst attraktiv daherkommen.

  • "The initial choice of symbology (or a small number of symbologies) for the mobile codes ecosystem should be pragmatic: a code type that just works."

    Wie wahr: Aufgrund der (unnötigen) Komplexität herkömmlicher Codes können diese mit unseren heutigen Mobilttelfonen nicht zuverlässig gelesen werden. Details dazu warum das so ist, finden sich hier. Der BeeTagg ist für die heutige Gerätelandschaft optimiert und hat mittlerweile zahlreiche erfolgreiche Praxiseinsätze mit namhaften internationalen Kunden vorzuweisen, eben: Ein Code, der funktioniert!

 

Wirklich erstaunlich, diese Anforderungen sind quasi dem BeeTagg massgeschneidert. Bin mal gespannt ob die Herren vom Consortium auch noch draufkommen ;-)

3/20/2007 4:56:04 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #    Disclaimer  |  Comments [2]  | 
 Friday, February 02, 2007

...das wir seit Oktober 2006 keinen einzigen Beitrag in diesen Blog gestellt haben ;-(

 

Wir hatten einfach zu viel zu tun, und geloben Besserung!

 

Es gibt schliesslich viel interessantes zu berichten:

 

  • Mit der ersten realen Moorhuhn-Jagd haben wir die grösste und umfangreichste Mobile Tagging Kampagne auf die Beine gestellt, die jemals ausserhalb Japans gelaufen ist
  • Es gibt mittlerweile weltweit Mobile Tagging Projekte auf Basis der BeeTagg Technologie
  • Zahlreiche namhafte Firmen konnten als Kunden und Sponsoren gewonnen werden
  • die nächsten coolen Kundenprojekte stehen kurz bevor!

 

Zu allen diesen Punkten werden wir in den nächsten Tagen und Wochen hier an dieser Stelle etwas mehr Infos rüberbringen, versprochen.

 

 

 

2/2/2007 7:50:28 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #    Disclaimer  |  Comments [0]  | 
 Monday, July 17, 2006

Oft werden wir gefragt, warum die QR Codes in Japan so erfolgreich sind und bei uns in Europa nicht und weshalb die connvision einen eigenen 2D-Code entwickelt hat.

 

Es gibt im Wesentlichen 3 Gründe, warum QR Codes bei uns nicht funktionieren:

 

1) QR Codes sind nicht dafür geeignet mit den Kameras unserer Mobiltelefone gelesen zu werden

 

Warum ist das so ?

 

Nun, zum einen sind QR Codes nicht sehr effizient in der Art und Weise der Codierung ihres Inhalts.

Ein QR Code braucht für denselben Inhalt wesentlich mehr Fläche wie vergleichbare 2D Codes (z.B. Data Matrix).

 

Das liegt an daran, dass:

»        QR Codes in erster Linie dafür optimiert wurden schnell lesbar zu sein, und nicht auf besonders kompakte Grösse

»        Die (mindestens) 3 Positionsmarken in QR Codes enorm viel Platz beanspruchen aber keinerlei relevante Nutzdaten enthalten

»        QR Codes ursprünglich für Kanji (2 Byte pro Zeichen) optimiert wurden

»        QR Codes eine sehr platzraubende Fehlerkorrektur verwenden (Reed Solomon), diese braucht bis zu 50% der Nutzfläche eines QR Codes bei höchster Korrekturstufe

 

Hier zum Vergleich ein QR Code und ein alternativer 2D-Code (Data Matrix), beide haben denselben Inhalt (http://www.connvision.com) und dieselbe Grösse der Pixel:

 

 

Diese Effekte zusammengenommen haben zur Folge, dass man die einzelnen Pixel (sogenannte Module) eines QR Codes sehr klein machen muss, damit der Code insgesamt eine vernünftige, druckfähige Grösse (z.B. 2-3cm) bekommt.

 

Und genau hier liegt das Problem: Die Pixel von QR Codes werden selbst bei ganz geringen Informationsmengen schon so klein, dass sie mit unseren normalen Handy-Kameras nicht mehr erfasst werden können! Das liegt daran, dass bei uns fast alle Handy-Kameras weder eine Makro-Funktion haben, noch einen Autofokus. Dadurch "verschmieren" die einzelnen Elemente des Codes so stark, dass sie nicht mehr unterschieden werden können.

 

Hier als Beispiel ein Bild eines QR Codes mit 25mm Kantenlänge wie ihn eine handelsübliche Handy Kamera „sieht“. Man erkennt deutlich, dass die einzelnen Pixel so unscharf werden, dass sie praktisch nicht mehr unterscheidbar sind.

 

 

Die Lesesoftware von BeeTagg hat zwar grundsätzlich dasselbe Problem mit den Kameras, aber der BeeTagg ist im Gegensatz zum QR Code darauf optimiert worden mit unseren westlichen Kamera Handys erkannt zu werden.

In folgender Abbildung sieht man wie dieselbe Kamera einen BeeTagg mit identischen Abmessungen sieht. Das Bild wird zwar auch unscharf, aber die einzelnen Elemente sind immer noch deutlich erkennbar.

 

 

Warum funktioniert das Ganze aber dann in Japan so gut?

 

Ganz einfach: Die dortigen Handys besitzen meist eine Makrofunktion und häufig auch einen Auto-Focus!

 

Es gibt zwar in Japan auch einige Typen von Nokia, SonyEricsson und Motorola, die denen bei uns entsprechen, aber diese Modelle haben auch in Japan keinen QR Code Reader vorinstalliert. Nur ganz wenige bei uns verfügbare Modelle (ein Paar Symbian Geräte) bringen derzeit die technischen Voraussetzungen mit um mit QR Codes arbeiten zu können.

 

Da man realistischer Weise nicht davon ausgehen kann, dass sich alle Handy-Nutzer in der westlichen Welt (das sind immerhin > 1 Milliarde) kurzerhand ein neues Handy mit Makro und Autofokus kaufen (von denen es ohnehin nur eine Handvoll auf unserem Markt gibt) bleibt als einzige logische Schlussfolgerung, dass man lieber auf die Verwendung des QR Code verzichten sollte, bevor man proprietäre und inkompatible Lösungen implementiert, die das bereits bestehende Kompatibilitäts-Chaos beim QR Code noch verschärfen.

 

Der einzige "Trick" mit dem man dieses Problem teilweise lösen kann besteht darin, dass man statt der Url eine Zahl (Kurznummer) im QR Code ablegt, um den QR Code möglichst klein und damit lesbar zu halten. Diese Zahl wird dann serverseitig durch die eigentliche Url ersetzt. Dagegen ist zwar grundsätzlich nichts einzuwenden (BeeTagg macht das im Prinzip genauso), aber man hat damit eine Lösung, die nur mit einem ganz speziellen QR Code Reader funktioniert und inkompatibel ist mit allen anderen QR Code Readern auf der Welt. Das komplette Chaos findet dann statt, wenn der exakt gleiche QR Code mit zwei unterschiedlichen QR Code Readern zwei unterschiedliche Webseiten aufruft (kann unter Umständen heikel werden).

 

2) Die physikalische Kodierung der QR Codes ist standardisiert, inhaltlich gibt es ein grosses Chaos

 

Neben der Lesbarkeit ist die „Standardisierung“ das zweite grosse Problem des QR Code. Entgegnen der landläufigen Meinung ist die Nutzungsweise des QR Code nämlich keineswegs standardisiert. Das einzige was beim QR Code standardisiert ist, ist das (syntaktische) Codierungsprinzip. Viel wichtiger als das ist aber der eigentlich Inhalt eines Codes und die Art und Weise wie er von einer Applikation zu interpretieren ist. Hier sehen wir in der Realität ein wahrhaftiges Chaos: Die Reader der 3 grossen japanischen Telekomanbieter sind weitgehend inkompatibel, wenn es über reine Web-Adressen hinausgeht. Ein Vodafone QR Code mit Kontaktdaten (z.B. auf einer Visitenkarte) kann z.B. von einem NTT Docomo Reader nicht gelesen werden, und umgekehrt. Das führt dazu, dass Japaner häufig zwei oder mehr QR Codes auf Ihren Visitenkarten anbringen müssen, um sicher gelesen werden zu können.

 

 

Jedes Telekommunikationsunternehmen hat hier eigene „Standards“ entwickelt, die selbstverständlich nicht miteinander kooperieren.

 

Als Anbieter von QR Codes muss man sich also entscheiden, welchen der „Standards“ man unterstützen möchte. Nachfolgende Abbildung zeigt einen dieser Multi-Standard QR Code Generator. Man sieht, dass derselbe Inhalt (http://www.connvision.com) jedes Mal zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.

 

 

 

 

Es gibt auch sogenannte „Hybridverfahren“, die darauf basieren, dass man einfach dieselben Daten in unterschiedlichen Formaten mehrfach im Code ablegt (und damit natürlich zwangsläufig die Grössenpüroblematik noch verschärft).

 

Abschliessend ist vielleicht erwaähnenswert, dass unabhängig von der eigentlich Codierung ohnehin nur 25% der gängigen QR Code Versionen von japanischen Handys unterstützt werden (nur bis Version 10).

 

Das ist so im Grunde eine völlig inakzeptable Situation!

 

Was aber noch schlimmer ist: Für den Enduser gibt es absolut keine Möglichkeit zu erkennen ob er jetzt einen „kompatiblen“ QR Code vor sich hat (weil das Aussehen ja immer dasselbe ist). Im bleibt nur die Wahl, dies auszuprobieren („Trial & Error“).

 

Auch die wenigen Anbieter in Europa bauen in Ihre Reader solche proporitären Erweiterungen ein, die das vorherrschende Chaos komplettieren. Interessanterweise geben diese Anbieter meist an, sie verwenden den QR Code deshalb, weil sie einen etablierten „Standard“ unterstützen möchten.

 

3) QR Codes „sprechen“ nicht mit den Usern

 

Das immer gleiche (weil „standardisierte“) Aussehen ist schliesslich der dritte grosse Nachteil des QR Code. Der Enduser hat keinerlei Chance zu erkennen ob er den QR Code überhaupt nutzen kann, geschweige denn, wer Ihn erstellt hat, oder was er macht. Der QR Code ist ein rein technischer Code, gemacht für maschinelle Erfassung ohne zutun des Menschen. Der QR Code ist insbesondere nicht für Mobile Tagging entwickelt worden sondern für logistische Zwecke. Man findet deshalb die Codes auch auf Bauteilen, Lieferscheinen, Maschinen etc. Selbstverständlich kann man diese QR Codes nicht „klicken“, obwohl sie genauso aussehen, wie solche die man klicken kann.

 

 

Der QR Code ist deshalb als Kommunikationsmittel denkbar ungeeignet. Er „spricht“ nicht mit den Menschen und sein Aussehen spricht Menschen auch nicht an (im Gegenteil). Eine der wichtigsten Erkenntnisse in der Entwicklung von Benutzerinterfaces ist die Tatsache, dass interaktive Elemente eine erkennbare Bedeutung bzw. Funktion haben müssen (z.B. in der Form von „Icons“). Dies lässt sich mit QR Codes nicht erreichen. Die Japaner sind hier eine Spur resistenter gegenüber solchen emotional-pragmatischen Einflüssen, dort überwiegt oft die nüchterne Technikbegeisterung. Wobei ich aber auch den Eindruck habe, dass QR Codes in japanischen Kommunikationsmitteln gar nicht so sehr als Fremdkörper wirken wie bei uns, irgendwie hat der Code etwas, was an die Anmutung japanischer Schriftzeichen erinnert.

 

7/17/2006 10:24:01 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Disclaimer  |  Comments [4]  | 
 Tuesday, July 11, 2006

Einer der am meisten diskutierten Punkt in Bezug auf unseren Code ist das Thema Branding bzw. Marke & Code.

 

Einer der USPs unseres Codes ist ja, dass man Markenzeichen wie Logos darin integrieren kann.

 

Dies unterscheidet unseren Code klar von herkömmlichen 2D Codes (QR COde, Data Marix), wie sie z.B. in Japan verwendet werden.

 

Warum ist das wichtig ?

 

Nun, man kann das Ganze auf verschiedenen Ebenen diskutieren: pragmatisch, technisch oder emotional

.
Beispielweise kann ein Code mit Bild eine bestimmte Semantik repräsentieren, genauso wie es die Icons auf einer grafischen Benutzeroberfläche tun.

 

Aber dieser pragmatische Aspekt ist oft nicht der entscheidende. Viel wichtiger ist es, die Wirkung einer Marke auf das Verhalten eines Konsumenten zu nutzen. Fakt ist, dass Menschen umso mehr zu "Marken" greifen, je mehr sie unsicher sind über die Qualitäten eines Produkts oder einer Leistung.

Da speziell im Bereich des Mobile Taggings derzeit maximale Intransparenz besteht, was die Marktistuation und Nutzungsmöglichkeiten angeht (es ist eben etwas ganz Neues...), bekommt natürlich gerade hier dieser Aspekt der Marke besonderes Gewicht.

Wenn ein Code nun dem Nutzer begegnet als etwas was er noch nie gesehen hat, was er noch nie genutzt hat, dann wird er diesem kein Vertrauen entgegenbringen und ihn deswegen mit hoher Sicherheit auch nicht benutzen.
Er wird ihn nur als unleserlichen Fremdkörper in einem Kommunikationsmittel wahrnehmen.

Genau hier kommt jetzt die Rolle der Marke ins Spiel. Durch die Kombination von Marke und Code werden gewisse Attribute dieser Marke und auch ein Teil des Vertrauenes, dass der Nutzer dieser Marke entgegenbringt, auf den Code übertragen. Die ablehnende skeptische Grundhaltung wird kompensiert und durch eine positive Erwartungshaltung und Neugierde ersetzt. Gute Voraussetzungen also, dass dieses neue Angebot auch genutzt wird.

Natürlich ist nicht jeder Nutzer derart über Marken ansprechbar, die Asiaten z.B. "ticken" hier etwas anders als wir. In unserem westeuropäischen Kulturkreis ist das aber so, dafür gibt es Beispiele en masse. .

Aus diesem Grund ist die emotionale Ansprache durch "Marken-Codes" der erste Erfolgsfaktor in der Etablierung von Mobile Tagging als neues Interaktionsparadigma.

Sobald diese Hürde genommen ist, treten die pragmatischen Vorteile des Codes in den Vordergrund. Also beispielsweise die Iconisierung von Codes um Ihnen bestimmte Assoziationen und Dienste zuzuordnen (Payment-Code, Download-Code, Identification-Code etc.). Es ist zu erwarten, dass gebrandete Codes in der realen Welt eine ähnliche Funktione übernehmen werden wie die Symbole auf unserem Windows-Desktop.


 

7/11/2006 9:55:30 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Disclaimer  |  Comments [3]  | 
 Tuesday, June 27, 2006

In vielen Diskussionen und Präsentationen kommt irgendwann die Aussage "Ich möchte nicht mit dem Mobiltelefon im Internet surfen weil":

  • das Display zu klein ist,
  • die Bedienung zu umständlich ist ,
  • die Kosten zu hoch sind,
  • bla ...

 

Dem kann ich nur zustimmen, ich möchte das auch nicht !

 

Meist sind die Zuhörer dann etwas irritiert, denn schliesslich ist BeeTagg ja eine Technologie die genau den Zugang zum mobilen Internet vereinfacht...

 

Aber genau hier liegt der Hund begraben: Es ist ein grosser Unterschied ob man im Internet "surft" oder das Internet benutzt um gezielt Informationen abzurufen.

 

Wer einen BeeTagg benutzt tut das immer zu einem ganz konkreten, vorher bestimmten Zweck, z.B. eine Transaktion oder der Abruf einer ganz bestuimmten Information. Das ist ein grosser Unterschied zum normalen Surfing-Paradigma, wo man sich (gewollt !) einen möglichst breiten Zugang zu einem bestimmten Thema erschliesst.

 

Wenn man als Analogie die Fernbedienung eines TVs nimmt, dann entspricht der BeeTagg der gezielten Anwahl einer bestimmten Sendung, von der ich weiss auf welchem Kanal und zu welcher Uhrzeit sie läuft. Das normale Surfen dagegen würde dem Zappen durch alle Kanäle entsprechen, solange bis man etwas interessantes gefunden hat (oder auch nicht).


"Surfen" ist also immer ein Vorgang, den es braucht um irgendwie zu der Information zu gelangen um die es eigentlich geht. BeeTagg benutzen heisst, dass man schon dort ist, wo es interessant ist, und nur noch einen entscheidenden "Klick" braucht um wirklich in den Genuss dieser Information oder dieses interessanten Angebots zu kommen. Mit dem Mobilelefon ruft man meistens nur eine ganz bestimmte Seite auf, die nur ganz wenige Daten enthält, und nur für genau diesen vorbestimmten Zweck vorgesehen ist. Sie muss nicht im Stile eines Breitband-Kommunikationsmittels alle denkbaren Zielgruppen und deren Anwendungfälle adressieren wie eine "normale" Website.

 

Was ich damit sagen will ist folgendes:

Das Mobiltelefon unterscheidet sich grundlegend vom normalen PC in seinen technischen und pragmatischen Eigenschaften. Genauso grundlegend verschieden sind aber auch die Einsatzbereiche dieser beiden Endgeräte. Man setzt eben das Mobiltelefon nicht so ein wie man es vom PC gewohnt ist. Dies ist nur zunächst naheliegend, weil man eben die mobile Nutzung des Internet noch nicht so verinnerlicht hat wie die stationäre. Aber das ist eine Frage der Zeit. Vor kurzer Zeit hat auch noch niemand daran gedacht, dass Mobiltelefon als Walkman zu benutzen. Und vor nicht allzu langer Zeit hat eine der renommiertesten Consulting Companies festgestellt, dass der weltweite Markt für Mobiltelefone maximal 1 Million Einheiten gross ist, wer braucht so eine Technologie schon wo jeder doch ein Telefon zu Hause hat? Wie sich die Zeiten und Ansichten doch ändern...

 

Ich denke, in einigen Jahren wird die mobile Nutzung des Internet die selbstverständliche "Default"-Nutzungsart sein. Das Surfen am PC ist dann etwas für Nostalgiker und etwas für das unsere Kinder uns belächeln werden!

6/27/2006 12:39:42 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Disclaimer  |  Comments [0]  | 
 Monday, May 15, 2006

Vor mehr als 10 Jahren, anlässlich der CeBIT 1995 formulierte Bill Gates die Vision von "Information at your fingertips". Das Ganze wurde mit einer aufwändigen Videoproduktion veranschaulicht und war, aus heutiger Sicht betrachtet, in vielen Aspekten wirklich visionär und richtungsweisend.

 

Aber wo stehen wir heute, ist die Vision zur Realität geworden ?

 

„Information at your fingertips“ bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass man jederzeit, an jedem Ort auf genau die Informationen zugreifen kann, die man in einer ganz konkreten Situation (z.B. Kaufentscheidung) benötigt.

 

Nun ist es im realen Leben keineswegs so, dass uns diese Möglichkeit immer und jederzeit offen steht. Allein schon deshalb, weil wir eben nicht ständig unseren Computer mit Internetzugang mit uns herumtragen (siehe dazu auch nachstehende, nicht ganz ernst gemeinte, Abbildung eines frühen mobilen Information Workers).

Genau genommen haben wir heute zwar Zugriff auf einen fast unendlichen Informationsraum, aber sicher nicht jederzeit, auch nicht an jedem Ort, und schon gar nicht kontextsensitiv.

 

Das Problem besteht aber nicht darin, dass bestimmte Informationen nicht verfügbar wären (dieser Teil der Vision ist mit dem Internet zur Realität geworden - hier irrte übrigends Bill Gates, er glaubte damals noch an MSN als globales Informationsnetz), sondern darin, das es nicht möglich ist jederzeit und an jedem Ort darauf zuzugreifen. Wir haben also ein Problem mit dem Zugriff und damit letztlich mit unseren Endgeräten die wir für den Zugriff benötigen.

 

Wir brauchen ein Endgerät mit Zugriff auf das Internet, welches immer und jederzeit verfügbar ist, und das auch möglichst jeder hat. Weiterhin muss dieses Endgerät kontextsensitiv in der Lage sein ohne weiteres zutun genau die Informationen aus dem Internet zu laden, welche unserer aktuellen Situation bzw. dem Informationsbedürfnis entsprechen.

 

Das einzige Endgerät, dass diese Anforderungen erfüllt, ist das Mobiltelefon!

 

Das Mobiltelefon ist der universelle Client schlechthin, es gibt weit mehr Mobiltelefone als beispielsweise Computer oder Fernseher. In vielen Ländern beträgt die Versorgung der Bevölkerung 100% (oder mehr).

Mobiltelefone ermöglichen den Zugang zu Informationen im Internet an (fast) jedem Ort, zu jeder Zeit.

Ausserdem haben Mobiltelefone längst Leistungswerte erreicht, die denen „normaler“ Computer vergleichbar sind, oder diese sogar übertreffen. Heutige Mobiltelefone sind weitaus leistungsfähiger als normale PCs vor 10 Jahren.

 

[Q.: Mobile explosion - Orange Communications]

 

Obwohl Mobiltelefone also aus technischer Sicht alle Anforderungen erfüllen um zum zentralen Dreh- und Angelpunkt unserer Informationsarbeit zu werden, sieht die Realität doch anders aus, lediglich 10-20% der Anwender nutzt das Mobiltelefon tatsächlich als Endgerät für das Internet.

 

Fähigkeit zur Nutzung des mobilen Internet und tatsächliche Nutzung

[Q.: Forrester, Europe’s mobile Customer, 06/2005]

 

 

Woran liegt das ? Warum hat sich dann das Mobiltelefon in allen seinen Ausprägungen (PDA, Smart Phone etc.) heute noch nicht als universelles Internet-Device neben (oder sogar statt) des PCs etablieren können ?

 

Da technische und inhaltliche Hinderungsgründe mittlerweile weitgehend eliminiert sind (siehe oben) bleibt letztlich nur eine mögliche Schlussfolgerung:

Es liegt an der Bedienbarkeit dieser Geräte (Usability)!

 

Wir haben mit der Bedienbarkeit heute verfügbarer Mobiletelefone einen Stand erreicht, den wir bei normalen Computern zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatten. Die Computer waren auf den Schreibtischen der Menschen angekommen, aber kaum einer konnte und wollte die komplizierten, oft zeilenorientierten und völlig uneinheitlichen Interfaces bedienen. Mit dem aufkommen grafischer Interfaces und vor allem interaktiver Zeigegeräte (der Maus !) änderte sich das Bild, Computer wurden explorativ und intuitiv bedienbar.

 

Stellen Sie sich vor, sie müssten Ihren Computer und den Web Browser ohne Maus bedienen, nur mit der Tastatur. Eigentlich undenkbar, nicht wahr?

 

Mit den heutigen Mobiltelefonen ist es genauso, die Connectivity, Bandbreite und Anwendungen sind da, aber die Bedienung dieser Geräte über reduzierte Mini-Tastaturen ist alles andere als effizient und lässt kaum mehr als rudimentäre Standard-Dienste wie E-Mail oder Calendaring zu. An echtes „Browsing“ ist damit nicht zu denken.

 

Was uns also fehlt um dem mobilen Internet zum Durchbruch zu verhelfen, ist die "Maus" (bzw. das mobile äquivalent dazu).

 

Es gibt derzeit mehrere Kandidaten, die genau diese Lücke schliessen können, v.a. Funk-Technologien (NFT bzw. RFID) und optische Verfahren (Bilderkennung mit der Kamera des Mobiltelefons) sind hier relevant.

 

Ich werde in der nächsten Zeit einige Beiträge posten, die sich genau mit diesen neuen Ansätzen auseinandersetzen, und diese vor allem in Hinblick auf die spezifischen Anforderungen mobiler Informationsarbeit bewerten.

 

5/15/2006 9:27:20 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Disclaimer  |  Comments [0]  | 

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